Historie

Nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch im Jahre 1894 wurde dann endlich am 10. Januar 1895 die Freiwillige Feuerwehr Klein-Linden - im Gasthaus "Zum Deutschen Hof" - aus der Taufe gehoben. Zur Gründungsversammlung waren 54 Klein-Lindener Bürger erschienen, von denen 19 am Gründungstag der Feuerwehr beitraten.

Die Gründer:

Heinrich Bernhardt, Maurermeister
Adolf Brandenburger, Maschinenmeister
Philipp Deibel VI., Former
Wilhelm Deibel, Maurer
Jakob Dormehl, Schmied
Karl Jung, Maurermeister
Wilhelm Lenz, Lackierer
Ludwig Luh III., Bahnarbeiter
Philipp Luh III., Erdarbeiter
Wilhelm Luh, Weichensteller
Ludwig Schaum, Schmied
Theodor Schupp, Eisenbahner
Ludwig Sommer, Schneidermeister
Friedrich Speier, Kupferschmied
Heinrich Ufer, Weichensteller
Ludwig Volkert, Bergmann
Karl Weber, Eisendreher
Friedrich Wilhelm Weigel, Schuhmacher
Philipp Weigel, XIII. Bahnarbeiter

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Leider sind aus den ersten Jahren unserer Wehr keine Unterlagen mehr vorhanden, diese sind vermutlich durch die Kriegswirren verlorengegangen. Erst durch ein Protokollbuch aus den Jahren 1905 bis 1939 erhalten wir wieder Einblick über das Geschehen der Feuerwehr.
Der erste Eintrag berichtet von der Versammlung im "Goldenen Löwen" am 6. Mai 1905. Beschlossen wurde, daß es für 5 Jahre Zugehörigkeit zur Wehr eine rote Schnur um beide Achselstücke und für 10 Jahre eine weitere um den Kragen gibt. Außerdem wurde durch eine Zettelabstimmung mit 17 Ja- gegen 5 Neinstimmen festgelegt, für die Spielleute Schwalbennester anzuschaffen.
Am 1. Februar 1914 wurde das 19. Stiftungsfest in der Eiche gefeiert. Eintritt 20 Pfennig, das Tanzgeld betrug für mittags und abends 80 Pfennig. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.
Auf der Vorstandssitzung im April 1914 wird der Antrag gestellt endlich Sonntagsröcke anzuschaffen; die Mitglieder sollten sich mit 2 Mark beteiligen. Im gleichen Jahr nimmt man am Feuerwehrfest in Nieder-Ohmen teil. Die Eisenbahnfahrt in Höhe von 22,50 Mark wurde von der Kasse übernommen.
Von 1915 bis 1919 ruht das Vereinsleben.
In der Versammlung am 12. Mai 1923 in dem Gasthaus "Zur Deutschen Eiche" wird bedauert, daß die Ausrüstungsgegenstände nicht dem Bedarf entsprechen. Daher soll den Kameraden, die Übungen mehrmals fernbleiben, die Uniform auf gütigem Wege eingezogen werden, um jüngere Kameraden ausrüsten zu können. Auch soll mit der Gemeindeverwaltung über diese Angelegenheit verhandelt werden.
1923 mussten wir für einen Kranz mit Schleife - für ein verstorbenes Vereinsmitglied - 120 Millionen Mark bezahlen !!!
Am 2. Juli 1934 wurde das neue Spritzenhaus in der Katzenbach eingeweiht (Kosten ca. 6.000,- Mark). Bei der offiziellen Übergabe zeigte die Wehr, Fußexerzieren, Geräteübungen und einen Brandgriff.
1935 wird das 40-jährige Jubiläum in Verbindung mit dem Herbstverbandstag abgehalten. Zwei Wirte, die von der "Eiche" und von der "Burg", standen für die Abhaltung zur Wahl. Wegen des schöneren Platzes entschied man sich für die "Burg", allerdings unter folgenden Bedingungen: Instandsetzung des Festplatzes und des Tanzbodens und Überlassung des Juxplatzes.
Während des 2. Weltkrieges ruhte das Vereinsleben. Die erste Nachkriegsversammlungen fanden im Frühjahr 1948 statt.

spielmannszug1951

Spielmannszug 1951

Im November 1951 fand ein Feuerwehrtag mit Festzug statt, bei dem auch ein Brandangriff bei der Kohlehandlung Weigel vorgeführt wurde. Das Wasser wurde dem Weiher entnommen (heutiger Bürgerhausparkplatz).
Nur jeweils 2 Jahre waren Ortsbrandmeister Karl Vogel und Josef Lammich im Amt, bevor sie aus Klein-Linden wegzogen. 1955 übernahm Ewald Amend dieses Amt für 10 Jahre.
1965 wurde Hans-Jürgen Volk zum Ortsbrandmeister bzw. Wehrführer und zum Vereinsvorsitzenden gewählt, 1991 wurde er nach über 25 Jahren von Reimund Aust als Wehrführer abgelöst. Hans-Jürgen Volk war noch bis 1996 stellvertretender Wehrführer und bis 2001 Vereinsvorsitzender.
Ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) bekamen wir 1965 zur Verfügung gestellt und 1979 kam ein VW-Bus hinzu. 1980 und 1981 wurde ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) und ein Rüstwagen (RW 1) angeschafft, die noch heute ihren Dienst tun.
Im Jahr 1970 feierten wir das 75-jährige Bestehen mit einem großen festlichen Rahmen. Die Jugendfeuerwehr wurde 1972 gegründet und ihr gehören heute ca. 30 Mädchen und Jungen an.
Im Februar 1983 wurde das alte Gerätehaus, das 1934 errichtet worden war und den Anforderungen schon lange nicht mehr genügte, durch Mitglieder abgerissen. An gleicher Stelle entstand ein neues Gerätehaus, welches am 06. Mai 1984 der Bevölkerung vorgestellt wurde (Kosten ca. 960.000,- DM).
1995 wurde das 100-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr in Verbindung mit dem Kreisverbandstag gefeiert. Ein so großes Fest wurde in Klein-Linden noch nicht gefeiert und es verlangte von den Mitgliedern der Wehr alles ab.

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In der Mitgliederversammlung im März 1996 wurde Waldemar Hannich zum stellvertretenden Wehrführer und Michael Weigel zum 2. Vorsitzenden gewählt.
Da Reimund Aust 1998 zum Stadtbrandinspektor gewählt wurde, fand im Mai eine außerordentliche Hauptversammlung der Einsatzabteilung statt, in der Waldemar Hannich zum Wehrführer und Arwit Trelenberg zum stellvertretenden Wehrführer gewählt wurden.

to be continued ...